Pressestimmen

Andreas Lochner,……. kocht immer noch exquisit. Blutwurst „Rossini“ mit Rotweinschalotten und Apfelragout, gebratene Jakobsmuscheln auf mariniertem Spanferkel, Hirschkalbsrücken mit Preiselbeerbirne, Rotkohl und Schupfnudeln – alles von ausgesuchten Weinen begleitet.

zittys Favoriten
Essen und Trinken 2011/2012

Das junge innovative Berlin darf man hier nicht erwarten. Trotzdem hat Andreas Küchenchef Lochner mit seiner meist traditionellen Gourmetküche eine treue Gefolgschaft. Jetzt ist neues Publikum aus den umliegenden Botschaften dazugekommen. Gelungen war das Clubsandwich mit Wachtel und Pfifferlingen, aromatisch und frisch, wenn auch für unseren Geschmack etwas zu schwer, der Island-Kabeljau mit Ochsenschwanz und Liebstöckl-Püree. Gute Desserts. Schöne Weinkarte mit 250 Gewächsen, 18 offen. Professioneller Service unter den Augen von Auspizien von Ehefrau Gerlinde.

Der Feinschmecker Restaurant Guide 2011
ausgezeichnet mit 1,5 F

Das helle Gourmetrestaurant zählt viele Stammgäste aus der ganzen Stadt, zu gut kommt Andreas Lochners süddeutsche Kochart mit ein wenig „Mittelmeer“ bei den Menschen an. Wer sich fragt, wieso Blutwurst, Schweinebauch & Co zur kulinarischen Legende werden können, der sollte sich schnell zum Lützowplatz aufmachen.

In dem großen hellen Raum stehen locker die Tische beieinander. Die Variationsmöglichkeiten für kleine Gruppen sind vielfältig.

Schlemmer Atlas 2011
ausgezeichnet mit 3 Kochlöffel
ausgezeichneter Service und ausgezeichnete Weinkarte

Andreas Lochner ist ein fleißiger Handwerker, der seine süddeutsche Küche liebt, sie zeitgemäß interpretiert und geschickt mit anderen deutschen und mediterranen Einflüssen mixt. So gelingen ihm Glanzstücke wie das Semmelknödel-Carpaccio mit hauchdünnen Tafelspitzscheiben und vielen Morcheln, der Cannellono aus Thunfisch, gefüllt mit Tatar und Kapern, oder das gebackene Wachtelkotelett mit gebratener Gänsestopfleber und Blutwurstravioli.

Gault Millau 2011
ausgezeichnet mit 15 Punkten

Am Blick fürs Detail erkennt man einen guten Koch

Es ist angenehm, einen Genussabend in einem Restaurant, das nicht zur Berliner Sternekategorie zählt, mit einem positiven Superlativ beginnen zu können. Im Lochner am Lützowplatz in Tiergarten wurde mir das beste Amuse Bouche serviert, das ich in letzter Zeit probieren durfte: eine fast schon Vorspeise-große Portion von Lachs- und Tunfischtatar, kombiniert mit einer Creme von Sauerrahm und Creme fraiche, getoppt von Gurkengelee(abgekochte, weil besser verträgliche Gurken). Ein prima Einstieg in ein von insgesamt guter Küche plus besonders aufmerksamer Service geprägten Erlebnis.

Gourmetspitzen von Heinz Horrmann
Berliner Morgenpost 18. Dezember 2010

Der am meisten unterschätzte Koch

Andreas Lochner seit sechs Jahren einer der kreativsten Köche der Stadt. Sensationell ist sein Spiel mit den Aromen, etwa bei einer wunderbar bekräuterten Roulade aus rohem Thunfisch mit Kalbstatar-Füllung und mediterranem Gemüsesalat oder der Klassiker gebratene Blutwurst und Gänsemastleber mit Rotweinschalotten.

Prinz
Berlin im Dezember 2010

Das helle Gourmetrestaurant zählt viele Stammgäste aus der ganzen Stadt, zu gut kommt Andreas Lochners süddeutsche Kochart mit ein wenig „Mittelmeer“ bei den Menschen an. Wer sich fragt, wieso Blutwurst, Schweinebauch & Co zur kulinarischen Legende werden können, der sollte sich schnell zum Lützowplatz aufmachen.

Natürlich konnten wir auch diesmal nicht von den Klassikern des Hauses lassen. Wir orderten Jakobsmuscheln auf Mango-Gurkensalat mit Sesam-Koriander-Vinaigrette, gebratene Blutwurst "Rossini" und Gänseleber mit Rotweinschalotten sowie Grießknödel mit Mispelragout und Karameleis. Exzellente Gerichte, die Gaumen und Auge erfreuten. Professionell und ohne Aufsehen geht der Service unter der Leitung von Gerlinde Lochner-Kern über die Bühne."

Schlemmer Atlas 2010
ausgezeichnet mit 2 Kochlöffel
ausgezeichneter Service und ausgezeichnete Weinkarte

Andreas Lochner ist zufrieden. In Zeiten wirtschaftlicher Bedrängnis achten Gäste mehr auf das Verhältnis von Preis und Leistung – wovon er als bodenständiger Koch profitiert. Ob Matjes, Blutwurst oder Kalbskopf - hier gibt’s Hausmannskost im allerbesten Sinne, modern und leicht interpretiert.

Beim Ambiente geht es den Lochners um eine Wohnzimmeratmosphäre mit Stil, die in dem zwar angenehm eingerichteten, aber leider sehr hellhörigen Restaurant bei voller Besetzung nicht immer aufkommt. Sobald Gerlinde Lochner-Kern dann mit einer präzisen Weinempfehlung zum günstigen Preis aus deutschen Regionen naht, ist wieder alles im Lot.

Gault Millau 2010
ausgezeichnet mit 15 Punkten und einem besonders liebenwerten Service

Im "Lochner" zu speisen, heißt, eine angenehme, unaufgeregte Zeit zu verbringen. Die Küche von Andreas Lochner passt zum Ambiente: ehrlich, konsequent und gefällig. Dabei gelingt es Ihm immer wieder, den abwechslungsreichen Speisen eine ganz eigene, kreative Note zu geben. Zu den Klassikern avancierte längst die aus einer Laune heraus entstandene Blutwurst ("Rossini"). Gerlinde Lochner-Kern leitet charmant den Service.

Bertelsmann, der Große Restaurant & Hotel Guide 2010
ausgezeichnet mit 3 Kochmützen für sehr gute Küche und sehr gute Serviceleistung

"Immer wieder ein Genuss! Wird unterschätzt. Sterneküche ohne Stern, so tönt es aus den Reihen der einheimischen und auswärtigen Genießer – da sitzt schon mal der Bundespräsident am Nebentisch, ganz normal. Service unglaublich aufmerksam und professionell und die Weine Top."

Marcellino’s Berlin 2010
Gästeurteil: Essen 8, Trinken 8, Service 8 & Atmosphäre 7/10 Punkte

HIER SPRICHT DER GAST
Das "Lochner" in Berlin

Der Zweite Weltkrieg hat auch am Lützowplatz, der Heimat des Restaurants Lochner, eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Lützowplatz, das klingt zwar nach großzügigen Boulevards und metropolitanem Treiben - doch davon ist dort nichts zu spüren, wenn man einmal vom Verkehr absieht, der die breiten Straßen immer dann stoßweise füllt, wenn die Ampelphasen wieder auf grün schalten. Schon deshalb wirkt das einladende Lochner wie eine Oase, umso mehr, da der Krieg auch im Weichbild der deutschen Kochkultur schmerzhafte Wunden hinterlassen hat, die nie richtig verheilt sind. Im Bombenhagel untergegangen ist neben wertvoller Architektur auch die bürgerliche Esskultur. Und mit ihr der verbindliche Kanon, aus dem eine stilsichere Alltagsküche ihren kulturellen Erfahrungsschatz schöpft, von dem auch eine Hochküche profitiert, die sich als Ausdruck von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft versteht und daraus Kreativität im eigentlichen Wortsinne schöpft. So leben wir in einer Zeit der gastronomischen Tektonik - wie kann sich ein Koch da noch selbst verorten?

Andreas Lochner jedenfalls gelingt es. Sein Etablissement besteht aus einem hellen Saal mit Kalksteinboden und einem Interieur aus warmem Eichen- und Erlenholz. Nach einem Amuse Bouche in Form einer winzigen, saftig-warmen Bulette vom Rind mit Linsengemüse folgt die Vorspeise: ein sommerlicher gebratener Kabeljau auf Schmorgurken und Karotten-Stampfkartoffeln (14,50 Euro). Die appetitlich dicke Fischschnitte ist auf der Haut perfekt kross gebraten, saftig und heiß. Das Gemüse bildet einen erdigen Rahmen, der das Aroma des blendendweißen Meeresbewohners wunderbar kontrastiert und auf einem leichten Fisch-Fumé serviert wird. Eine weitere Vorspeise ist der Knusper vom Hummer auf Kalbskopf mit marinierten Artischocken (16,50 Euro). Das Hummerfleisch kommt in einer frittierten Rolle aus Briqueteig auf den Teller, schräg aufgeschnitten und auf dem säuerlich marinierten Kalbskopf serviert. Den Estragon, dieses aromatisch schwierige, aber unverzichtbare Kraut, bringt Lochner perfekt ins Spiel und sorgt ansonsten für schöne Kontraste aus weich und knusprig, mariniert und gebraten

Dazu serviert seine Frau, die Sommelière Gerlinde Lochner-Kern, mit der Lochner sein Restaurant seit 2004 betreibt, einen schmelzigen Grünen Veltliner "Alte Reben" 2006 vom Weingut Topf aus dem Kamptal: vollfett, schmelzig und nach reifen Früchten duftend. Dank seiner milden Säure und zurückhaltender Holzaromen bietet er den Röstaromen der Fischgänge locker Paroli.

Andreas Lochner, der zehn Jahre lang Mitinhaber und Küchenchef des Restaurants "Paris-Moskau" war, lässt ein Dreierlei vom Saalower Kräuterschwein (22,50 Euro) folgen: krosser Bauchspeck, ein in Butter gebratenes Schnitzelchen und ein saftig-aromatisches Würstchen, dazu Kartoffelsalat. Punktlandung! Die rautenförmig eingeschnittene Schwarte kracht vorschriftsmäßig, die nicht zu konzentrierte Sauce ist perfekt gebunden, und der schluppig-saftige Kartoffelsalat würde auch eingefleischte Fans der österreichischen Küche begeistern. Für die winzige Wurst hat der gebürtige Franke und Metzgerssohn, wie wir später erfahren, eine Wurstmaschine angeschafft. Auch bei dem weiteren Hauptgang, Kalbsrücken auf karamellisiertem Spitzkohl und Ochsenmaul-Ravioli (24,50 Euro), schöpft Lochner aus den kulinarischen Traditionen seiner Heimat und weiß das Gleichgewicht zwischen leicht und schwer zu halten: Die prallgefüllte Ravioli ist von hauchzartem Teig umhüllt, die Sauce ist elegant und von aromatischer Noblesse. Lediglich der Spitzkohl fällt zu süß aus.

Schokoladen-Brownie (zehn Euro) und Champagnermousse (elf Euro) sind die Desserts. Ersteres hat einen Begleitservice von marinierten Pfirsichen, Letzteres von einer Passionsfruchtsauce und Holunderblütensorbet. Bei beiden greifen die aromatischen Komponenten ineinander wie Zahnräder in einer Uhr. Die ausgewogene Süße macht es den Elementen leicht, zu harmonieren und Kontraste abzubilden.

Mit einer stilsicheren und ausgewogenen Küche, die selbstverständlich und zu jedem Zeitpunkt Harmonie mit dem Wein sucht, ist das Lochner einer der seltenen gastronomischen Orte, an denen man sich dem Zeitgeist nicht unterordnet und seine Zeit trotzdem nicht verleugnet. Ist so einer ohne Stern und mit gerade mal 15 Punkten im Gault Millau nicht unterbewertet? "Ich möchte keine höhere Bewertung, denn sonst müsste ich auf Holzstühle, Schweinebauch und Kotelett verzichten", gesteht der Franke freimütig. Und bereichert Berlins Restaurantszene um den wichtigen Beitrag einer selten gewordenen, ganz selbstverständlichen Gastronomiekultur.

Restaurant "Lochner", Lützowplatz 5, Berlin. Telefon 0 30/23 00 52 20. Geöffnet dienstags bis sonntags von 18 Uhr an (Sommerurlaub bis zum 12. August). Internet: www.lochner-restaurant.de.

Cornelius und Fabian Lange, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 02.08.2009, Nr. 31 / Seite 44

Gebratene Spanferkelbäckchen

Die Küche von Andreas Lochner ist keine Überraschungsküche, es gibt nichts, was darauf zielt, einen eventuell hereinschauenden Michelin-Inspektor zu überwältigen. Das soll keine Bewertung sein, nur ein Hinweis: Experimentelle Küche gibt es auf diesem recht hohen Preis- und Qualitätsniveau in Berlin woanders. Doch wenn es um die Kunst geht, reinen Wohlgeschmack im süddeutsch-österreichisch-italienischen Dreiländereck zu verbreiten, ist das "Lochner" eine gute Adresse. Ich empfehle es gerade solchen Gästen, die sich in der Flüsteratmosphäre eines klassischen Gourmetrestaurants unwohl fühlen, denn der hallige aber durchaus angenehme und großzügig möbilierte Raum zwingt alle, die Stimme zu heben.
… Das Essen verbreitet vor allem den Eindruck entspannter Arbeit. Gebratene Spanferkelbäckchen, gebratener Bauch, und eine winzige Rostbratwurst, dazu süß-saure Linsen und etwas Feldsalat- man erkennt das Bezugssystem der süddeutschen Bürgerküche, nur eben gespiegelt an den Erfahrungen der Moderne.
… Die Hauptgerichte verbreiten nichts als Wohlgefallen. Von der Tendenz zur Übersüßung, die ich hier früher einmal kritisiert habe, ist längst nichts mehr zu bemerken. Hinreißend der Lammrücken auf markantem Knoblauchspinat mit etwas Polenta und Kirschtomaten.
… Stilistisch und qualitativ passende Weine runden das Vergnügen ab. Vor allem das deutsche Angebot ist ausgezeichnet sortiert und wird von Gerlinde Lochner-Kern und ihrem Service kundig präsentiert.
… Das ist die Sache zweifellos wert. Man könnte das Restaurant Lochner ein süddeutsches Landgasthaus nennen, das der Vollstopf-Ideologie abgeschworen hat. Dass es mitten in unserer nordöstlichen Großstadt steht und außerdem dennoch am Sonntag geöffnet ist, das ist für mich eine durchaus rare Häufung glücklicher Zufälle.

Der Tagesspiegel von 20.01.2008, Von Tisch zu Tisch, Bernd Matthies

Das Wichtigste im Umgang mit Lieblingsorten ist eigentlich, sie niemand zu verraten. Trotzdem: Ein wirklich sehr, sehr gutes Restaurant ist das "Lochner" am Lützowplatz, eine Mischung aus bodenständig, süddeutsch, und elegant. Köstlich.

Sebastian Koch, Schauspieler
AMICA, das Fashion Magazin, Februar 2007

Chez Kanzleramt

Angela Merkel ist eine beliebte Gastgeberin. Denn sie lässt sich von führenden Gourmet-Köchen auftischen. "Arbeitsessen sind die moderne Fortsetzung der mittelalterlichen Folter, meint Bundesminister Horst Seehofer. Das gilt aber nicht für Essen, die Angela Merkel im Kanzleramt gibt. Dafür engagierte sie die besten Köche Berlins! Thomas Kammeier zum Beispiel vom Gourmetrestaurant "Hugos" im Hotel "Intercontinental". Seine Spezialität sind leichte Fischgerichte.
…Aber Kammeier ist nicht Hofkoch der Regierungschefin. Diese Rolle teilen sich ein halbes Dutzend Berliner Küchenpäpste.
… Auf jeden Gastes Menükarte steht der Name des Kochs - beim Mittagessen für den griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias vor vier Wochen: "Es kocht für Sie Andreas Lochner, Restaurant am Lützowplatz". Es gab Blutwurstmaultäschchen, geschmorte Rehschulter mit Preiselbeeren, pochierte Birne mit Nougat. Dass sich die Köche bei Merkel abwechseln, hat einen einfachen Grund. Wenn das Kanzleramt anruft - "Können Sie, wenn Tony Blair übernächste Woche kommt, kochen?" -, lassen sie in ihren Küche nicht sofort alles anbrennen. Wenn am selben Tag schon ein Hochzeitsessen im Auftragsbuch steht, müssen sie der Kanzlerin einen Korb geben. Aber eine Absage ist kein Beinbruch und schon gar nicht Majestätsbeleidigung.
… Die Menüvorschläge machen die Köche, Angela Merkel wählt aus. Die Küchenchefs müssen in einem vom Kanzleramt vorgegebenen Kostenrahmen bleiben."

Bunte vom 19.10.2006 von Graf Nayhauss